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Mo, 17.12.2018  
 
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Einstellungszahlen kein Grund zum Jubeln [31.08.2009]  

Übergangs- Innenminister Wiegard betreibt bei der Interpretation der Einstellungszahlen eine gefährliche Schönfärberei.

Anlässlich der Einstellungszahlen freute sich Wiegard über das wieder zunehmende Interesse von Schulabgängern für den Polizeiberuf.

Fakt ist, dass dieses Jahr 140 Neueinstellungen 136 Abgänge gegenüber stehen. Aus Erfahrungswerten werden mindestens 10-15% aus unterschiedlichen Gründen die Ausbildung bei der Polizei nicht beenden. Somit erwartet die Polizei 2009 ein Personalabbau im operativen Bereich.

Fakt ist weiter, dass zu einem Großteil in den mittleren Dienst der Landespolizei eingestellt wird. Damit hat man sich von der im Kienbaum- Gutachten festgestellten Bewertung des Polizeiberufs völlig gelöst. Die Einstellungen in den mittleren Dienst führen in eine strukturelle Unterbezahlung des Polizeiberufes. Die amtsangemessene Alimentation eines Polizeibeamten fängt bei A 9 an. Die Mehreinstellungen in den mittleren Dienst der Schutzpolizei sind nichts anderes als ein Sparmodell für die Polizei. Es bedarf eines Personalentwicklungskonzeptes mit kurzen Beförderungsfristen zu A 9.

Völlig missachtet wird bei der Betrachtung der Bewerberzahlen die derzeitige wirtschaftliche Situation in Deutschland. Wer 1+1 zusammen zählen kann wird erkennen können, dass sich die Bewerberlage bei Erholung der Wirtschaft drstiasch verändern wird, wenn nicht Anreize geschaffen werden. Hinzu kommt ein erhöhter Personalbedarf anlässlich steigender Pensionierungen in den nächsten Jahren.

Die DPolG erwartet eine ehrliche Problemanalyse und keine Jubelberichte zum Wahlkampf.

 

Torsten Gronau

Stellv. Landesvorsitzender

 

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