Landesverband Schleswig Holstein
DPolG-Landesvorstand trifft sich mit dem neuen Abteilungsleiter im Innenministerium, Dr. Torsten Holleck -> Nachrichten /// POLIZEISPIEGEL, Ausgabe Juni 2018 online -> Polizeispiegel /// Wichtiger Ministerentscheid zur Arbeitszeitverkürzung im Schichtdienst -> Nachrichten /// Irritationen nach NDR-Interview zur Frage des Tragens der Schusswaffe außerhalb des Dienstes -> Nachrichten /// Neuer Schwung für den Kreisverband Lübeck-Ostholstein der DPolG -> Nachrichten /// Reaktion zur DPolG-Forderung zum Thema Arbeitszeitverkürzung -> Nachrichten /// Polizeireporter der Kieler Nachrichten spendet für DPolG-Stiftung -> Nachrichten /// Innenminister Grote stellt Dr. Torsten Holleck als zukünftigen Leiter der Polizeiabteilung vor -> Nachrichten /// Kosten für polizeiliche Einsätze bei Profifußballspielen - Urteil des OVG Bremen wegweisend -> Nachrichten /// Arbeitszeitreduzierung für Schichtdienstler - Innenminister Grote korrigiert Entscheidung -> Nachrichten /// Parlamentarischer Untersuchungsausschuss zur Rocker-Affäre -> Nachrichten /// DPolG trifft sich zum Meinungsaustausch mit der SPD-Landtagsfraktion -> Nachrichten /// DPolG-Landesvorstand im Gespräch mit Staatssekretär Torsten Geerdts -> Nachrichten /// Weihnachtsgeld für Landesbeamte ade! -> Nachrichten
Sa, 23.06.2018  
 
  Startseite
  Nachrichten
  Downloads
  Wir über uns
  Ansprechpartner
  Leistungen
  Polizeispiegel
  Seminare
  Beitritt
  Links
  Kontakt
  Datenschutz
  Journalistenhotline

DPolG Stiftung
DPolG Service GmbH
dbb vorsorgewerk GmbH - Vorsorge, Versicherung, Finanzen
BB-Bank
Roland


Facebook




Willkommen auf der Website der DPolG Schleswig-Holstein.


Wir möchten Ihnen auf den folgenden Seiten nützliche Informationen über unsere Gewerkschaft, über unsere Arbeit und über die Leistungen unserer Gewerkschaft anbieten.

Aktuelle Nachrichten
DPolG-Landesvorstand trifft sich mit neuem Abteilungsleiter im Innenministerium, Dr. Torsten Holleck [13.06.2018]  

 

 

Zu einem ersten Kennenlernen und Meinungsaustausch traf sich am 13. Juni der geschäftsführende DPolG-Landesvorstand, vertreten durch Torsten Gronau, Thomas Nommensen sowie Christian Oewerdieck aus dem DPolG-Kreisvorstand Itzehoe, mit dem neu im Amt befindlichen Leiter der Polizeiabteilung im Innenministerium, Dr. Torsten Holleck.

Torsten Holleck wurde im März des Jahres von Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) als Nachfolger von Jörg Muhlack an die Spitze der für die Landespolizei zuständigen Abteilung seines Hauses berufen und ist seit Mitte April im Amt.

Der 45-jährige Holleck ist gebürtiger Eutiner, aufgewachsen in Lübeck und hat in Kiel studiert. Holleck ist promovierter Jurist und nach Stationen in Staatsanwaltschaften verschiedener Bundesländer zuletzt seit 2007 Staatsanwalt in Kiel gewesen, wo er unter anderem für die Bearbeitung von Kapitaldelikten zuständig war.

Torsten Holleck betont, dass er als ehemaliger Staatsanwalt eine hohe Affinität zur Polizeiarbeit habe und im Herzen ohnehin Polizist sei. Es sei ihm ein wichtiges Anliegen, seine ganze Kraft für das Wohl der Landespolizei sowie seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzubringen. Hierbei sei es für ihn von besonderer Bedeutung, trotz in der Polizei notwendigen Hierarchien ein kooperatives Führungssystem voranzubringen, bei dem die Kolleginnen und Kollegen im Land eingebunden und mitgenommen werden. Ausdrücklich erwarte er das auch von der zukünftigen Spitze im Landespolizeiamt und Landeskriminalamt.

Die DPolG begrüßt besonders, dass mit Holleck ein namhafter und erfahrener Jurist an die wichtige Nahtstelle im Ministerium zwischen politischen Hausspitze und Landespolizei berufen wurde. Dass der neue Abteilungsleiter nicht aus der Landespolizei kommt, bietet zudem die Möglichkeit für einen unvoreingenommenen Blick auf die Organisation sowie die anstehenden sehr vielfältigen Themen und Aufgaben.

In dem etwa einstündigen Gespräch zwischen Torsten Holleck und der DPolG, welches in ausgesprochen offener und freundlicher Atmosphäre stattfand, ging es unter anderem um die Personalausstattung der Landespolizei sowie die Verteilung der durch Mehreinstellungen absehbar vorhandenen zusätzlichen 500 Stellen. Auch die erst kürzlich nach zähem Ringen erzielte Einigung bei der Verkürzung der Wochenarbeitszeit für langjährig Schichtdienstleistende wurde in diesem Kontext  thematisiert.

Christian Oewerdieck beschrieb in diesem Zusammenhang die derzeit deutlich unzureichende und mehr als „auf Kante genähte“ Personalausstattung speziell im Bereich der Polizeidirektion Itzehoe und berichtete von den Folgen, die das für die Beamtinnen und Beamten aber auch den Bürger im Direktionsbereich Itzehoe hat. Dr. Holleck erwiderte, dass sowohl Minister Grote als auch er selbst sich der beschriebenen Problematik bewusst seien. Man sei daher besonders bemüht, Maßnahmen zu ergreifen, die zeitnah Abhilfe schaffen könnten.

Auch das seit über einem Jahr die Landespolizei in herausragender Weise beschäftigende Thema der so genannten Rocker-Affäre sowie des in diesem Zusammenhang vom Landtag eingesetzten Parlamentarischen Untersuchungsausschusses (PUA) wurden besprochen. Immerhin liegen hierin wenigstens mittelbar die Gründe für die erforderlich gewordene Neubesetzung an der Spitze von Polizeiabteilung sowie Landespolizeiamt. Schließlich bestand Einigkeit in der Bewertung der Tätigkeit der Polizeibeauftragten, welche als „verlängerter Arm des Parlaments“ eine wichtige Arbeit für die Landespolizei leistet.

Dr. Holleck, der dieser Tage durchs Land reist und sich unter anderem durch den Besuch der Polizeidirektionen ein Bild von der Landespolizei macht, zeigte sich erfreut von dem positiven und konstruktiven Meinungsaustausch mit der DPolG. Torsten Gronau bot in diesem Zusammenhang an, dass der DPolG-Landesvorstand, auch abseits von langfristig terminierten Treffen, für weitere Gespräche gerne jederzeit und unkompliziert zur Verfügung stehen werde.

 

Der Landesvorstand

 

(Text u. Foto: Thomas Nommensen)


Wichtiger Ministerentscheid zur Arbeitszeitverkürzung im Schichtdienst [07.06.2018]  

 

 

Seit Monaten quält sich die Landespolizei, eine verbindliche und nachvollziehbare Regelung zu finden, wie die bereits seit 01.03.2018 in der Arbeitszeitverordnung gültige Arbeitszeitverkürzung für langjährig Schichtdienstleistende umzusetzen ist.


Eine anfänglich sehr restriktive Auslegung der Stabsleiterrunde wurde nach Protesten der DPolG von Innenminister Hans-Joachim Grote wieder einkassiert. Die unterschiedlichen Behörden entwickelten zwischenzeitlich sehr unterschiedliche Positionen zu der Thematik, was auch große Verunsicherung im Kollegenkreis verursachte.

Aus Sicht der DPolG wurde klar die Position vertreten, dass die individuelle Nachtdienstbelastung im Fokus der Betrachtung stehen muss. Wo Belastung entsteht muss für Entlastung gesorgt werden. Diesen Bewertungen hat sich ausdrücklich auch der Minister angeschlossen.
Eine Benachteiligung von Kolleginnen und Kollegen, die erhebliche Nachtdienstbelastungen in eher ländlich geprägten Polizeidienststellen oder in Mittelzentren mit großen Zuständigkeitsbereichen haben, wäre nicht vermittelbar. Auch diese Sichtweise teilt Innenminister Grote.

Nunmehr soll durch Ministerentscheid die Grundsatzentscheidung gefällt worden sein, dass für die vorgesehenen Arbeitszeitverkürzungen die Kolleginnen und Kollegen in Betracht kommen, die auf einer 24/7-Dienststelle durchschnittlich 440 oder mehr Nachtdienststunden zu leisten hatten.

Die DPolG erwartet, dass nunmehr die konkrete Ausgestaltung zügig erfolgt, um den seit 1. März bestehenden Rechtsanspruch rückwirkend umzusetzen und auch Klarheit in der Mitarbeiterschaft zu schaffen, welche konkreten Kriterien zu erfüllen sind, um einen Antrag auf Arbeitszeitverkürzung stellen zu können.

Aber, bei allem Zeitverzug, der Weg ist aus Sicht der DPolG richtig. Wer lange Jahre Schichtdienst macht, muss bei der zu leistenden Arbeitszeit besser gestellt werden.

Der Landesvorstand